Erlebnisse und eine „kalte Dusche“

Erlebnispädagogik der Klasse 8 der Johann-Belzer-Schule

Einander Kennenlernen, sich aufeinander verlassen können, Teamwork und gegenseitige Unterstützung – das sind die positiven Grundlagen, die die Jugendlichen bei den Übungen der Erlebnispädagogik erarbeiten sollten.

 

Für die Klasse 8 der Johann-Belzer-Schule aus Weisenbach in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Julia Haitz und der Schulsozialarbeiterin Viktoria Angster wurden die drei Tage aber auch anfänglich zu einer kleinen Belastungsprobe. Das lag aber nicht an den vier Einheiten der Erlebnispädagogik, sondern an den besonderen Bedingungen während des Aufenthaltes in der Hütte.

 

Bedingt durch ein Problem mit der Heizungs- und Boileranlage der Hütte, die sich zwischen Malsch und Walprechtsweier befindet, wurde der erste Tag und die darauf folgende Nacht zu einer recht kühlen Überraschung. Viele Schüler wagten sich aber dennoch in die Waschräume und hatten wohl die kälteste Dusche ihres Lebens!

Auch die niedrigen Außentemperaturen Mitte Oktober trugen nicht unbedingt zu einer Erwärmung bei.

Eine weitere Herausforderung für die Jugendlichen war die streng limitierte Handy- und Smartphone-Zeit während der drei Tage. Maximal eine Stunde durfte das Handy benutzt werden – für viele eine absolut neue Erfahrung!

Doch die 21 Schüler wussten die Zeit in der Hütte auch sinnvoll zu nutzen, denn zum einen mussten sie sich bei den alltäglichen Arbeiten in einer Selbstversorger-Hütte einbringen, z.B. beim Kochen oder Tische decken und auch wieder abräumen, beim Spülen und beim Putzen. Zum anderen wurde die Zeit auch für gemeinsame Spiele („Die Werwölfe im Düsterwald“) oder zum Filme schauen genutzt.

 

Mit Erlebnispädagoge Bernd Schneider aus Forbach begann dann am zweiten Tag das eigentliche erlebnispädagogische Programm: Zuerst wurden die Schüler mit Übungen konfrontiert, die sie zum gemeinsamen Überlegen, zum miteinander Sprechen und zum Ausprobieren bringen sollten. Aber auch „Vertrauen zum Partner lernen“ wurde eingeübt, so mussten sie sich beispielsweise blind durch das Gelände führen lassen. Am Ende der ersten Einheit stand die große Herausforderung: der „Vertrauensfall“ – sich also rückwärts von der Leiter in die Arme der Klassenkameraden fallen zu lassen! Auch Viktoria Angster, die Schulsozialarbeiterin traute sich und ließ sich fallen.

Am Nachmittag ging es sportlich zu: Slacklining und Klettern am Baum war angesagt und viele Schüler nahmen die beiden Angebote begeistert an – manch einer hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar am Ende „Blut geleckt“ und kletterte blind den Baum nach oben!

 

Der zweite Tag der Erlebnispädagogik baute auf die vorherigen zwei Einheiten auf: Schaffen es die Schüler einen Golfball in Regenrinnen entlang laufen zu lassen, ohne dass er herunter fällt? Dabei mussten die Schüler eine gewisse Strecke mit den kleinen Regenrinnen-Stücken zurücklegen – gar nicht so einfach!

Ein weiteres Highlight war das Balancieren über kurze Holzpfähle, die von zwei Schülern rechts und links gehalten wurden – eine echte Herausforderung, auch für Klassenlehrerin Julia Haitz!

Nachmittags bot Bernd Schneider mit seiner letzten Einheit noch die Möglichkeit, das Bogenschießen auszuprobieren. Einige Schüler der Klasse sind darin schon fast Profis, da sie im Verein das Bogenschießen erlernen. So war es nicht schwierig, die aufgestellten Zielscheiben zu treffen – doch bei den Laien ging mancher Pfeil darüber hinweg und musste in der nassen Wiese oder im Gebüsch gesucht werden!

 

Nach diesen drei ereignisreichen Tagen waren sich die Schüler eigentlich am Ende alle einig: Erlebnispädagogik macht Spaß, drei Tage Hüttenaufenthalt sind – trotz der Kälte – ebenfalls zu empfehlen!

Einziger Kritikpunkt: Die Handys und Smartphones wurden extrem vermisst! Aber mit diesem „Problem“ können Viktoria Angster und Julia Haitz gut leben!

 

 

 

 

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