Kuscheltiere für die Kinderklinik Balg

Bildquelle: Johann-Belzer Schule, Weisenbach

Weisenbacher Schüler beschenken die Kinderklinik in Balg

Dass der Beiname„Schule mit Herz“ hervorragend für die Johann-Belzer-Schule in Weisenbach passt, bewies die jüngste soziale Aktion unter der Leitung von Lehrerin Irene Merkel. Sie entwickelte mit neun Schülerinnen und zwei Schülern die Idee, Kuscheltiere für die kleinen Patienten der Kinderklinik zu nähen.

Da die Siebtklässler kaum Vorerfahrungen mit der Nähmaschine hatten und der dicke, flauschige Stoff schwierig zu vernähen war, gestaltete sich das Vorhaben doch schwieriger als gedacht, sodass der Übergabetermin in der Kinderklinik zunächst verschoben werden musste. In vielen Unterrichtsstunden des Faches AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) wurde schließlich mit viel Mühe, Fleiß und Überzeugungskraft an den Kuschelobjekten gearbeitet.

Zum zweiten Termin am letzten Donnerstag vor den Pfingstferien hatte aber jeder Schüler mindestens zwei Stofftiere fertiggestellt. Mit dem Bus brachten sie schließlich über 20 selbstgenähte Hasen und Schafe zur Stadtklinik in Balg. Im Spielezimmer der Kinderabteilung wurden die acht Schüler und zwei Lehrerinnen bereits von Christine Strecker und Erzieherin Carmen Grötz erwartet. Stolz gruppierten sich die Siebtklässler um den Tisch, auf dem ihre Kuscheltiere ausgebreitet wurden. Es dauerte nicht lange, bis das erste Kind ins Spielezimmer kam, die kuscheligen Tiere entdeckte und auch gleich eines auswählen durfte. Mit strahlenden Augen entschied es sich für eines der Schafe. Noch zwei weitere Kinder suchten sich ihr Stofftier aus und die Schüler konnten sehen, welche Freude die Tiere auslösten, als die kleinen Patienten es sogleich tröstend an sich drückten.

Dr. Markus Kratz, Chefarzt der Kinderklinik, erklärte den Siebtklässlern, dass die Kinder hier in der Klinik eine schwierige Situation erlebten und solche Lichtblicke in besonderer Erinnerung bleiben würden: „Ihr ermöglicht den Kindern einen hellen Moment in einer dunklen Zeit“, lobte Kratz. Nach genauer Betrachtung der Kuscheltiere meinte er scherzend: „Wir nehmen auch ein Abo !“, denn jedes einzelne Tier war mit viel Liebe zum Detail bearbeitet. Um den Bauch hatten alle ein farbiges Band samt Papierrolle mit Genesungswunsch gebunden. Irene Merkel hob die Leistungen ihrer Schülerin Zeynab hervor, die insgesamt vier Tiere mit viel Geduld und Geschick genäht hatte. Von ihren kreativen Ideen und dem Einsatz verschiedener Stoffe ließen sich wiederum die Mitschüler inspirieren, sodass jedes Kuscheltier ein persönliches Unikat wurde.

Die Frage, ob die Stofftiere nun zur freien Verfügung im Zimmer bleiben würden verneinten die Mitarbeiter. Vielmehr sollten diese besonderen Geschenke auch für besondere Kinder in besonderen Situationen bestimmt sein. Deshalb wird Carmen Grötz die Kuscheltiere bis zu ihrem Einsatz gut verwahren. „Vermutlich brauchen viele Kleinkinder Trost bei der Blutabnahme“, mutmaßte die Erzieherin. Kratz dankte Irene Merkel sowie den Jungs und Mädchen für dieses außergewöhnliche soziale Projekt, bevor die Schüler sich wieder zurück auf den Weg nach Weisenbach machten.

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